Rehago auf der hub Berlin 2017

Am 28.11.17 waren Philipp und Johannes auf der hub Berlin und haben dort viele spannende Vorträge gehört und Menschen kennengelernt, bei denen wir uns schon auf die Unterstützung und die mögliche Zusammenarbeit freuen.

Nachdem wir das Frühstück vom “Frankreich” Stand genossen und uns in mit Ingwer-Karotten-Irgendwas Smoothies erfrischt hatten, testeten wir die Hololens-Anwendung für Techniker bei der Telekom. Auch Epson und andere hatten Anwendungen für Augmented-Reality (AR) Brillen und diskutierten mit uns über Anwendungsbeispiele. Nach diesen Eindrücken und einigen interessanten Gesprächen verbrachten wir nach dem Mittagessen die meiste Zeit in Vorträgen.

Vorträge auf der hub Berlin:

Omics, next revolution in Healthcare

Prof. Dr. Klucken, Medical Valley referierte darüber, wie Technik den Ärzten helfen kann. Ein Arzt braucht keine neue Technik per se, sondern besseren Zugang zu Antworten. Dabei helfen standardisierte Krankheitsstadien und intelligent genutzte Datenbanken.

Interessant für uns speziell war auch, dass Medical Valley in Erlangen MedTech Startups fördert. Insbesondere sagte Prof. Dr. Klucken, sollten wir uns genau überlegen, wer (Patient, Therapeut, Arzt, Versicherung) zu welchem Zeitpunkt welche Information benötigt.

 

Innovation for Digital Health – bridging industries, building ecosystems

Dr. Baher Al Hakim (Medicus AI) sprach zusammen mit Dr. Susanne Fiedler (MSD), Dirk Schapeler (Bayer) darüber, wie Startups und Medizinkonzerne wie MSD und Bayer zusammenarbeiten können, um das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Konzerne sollen keine Startups werden und umgekehrt, sondern haben am meisten davon, wenn jeder seine Stärken ausspielen kann.

Innovator’s Pitch 2017

Auf dem Innovator’s Pitch waren einige interessante Startups zu hören und wir freuen uns darauf, beim nächsten mal selbst teilnehmen zu können.

How to successfully establish a business in the Subscription Economy

Marco Sarich von Keylight hatte einige interessante Denkanstöße zu Subscriptions. Dabei trennt er explizit zwischen klassischen Abonnements und Subscription in dem Sinne, dass Abonnements nur der Kundenbindung (möglichst über 24 Monate) dienen. Moderne Subscriptions haben dagegen als Hauptziel die gemeinsame Entwicklung des Produktes mit Anbieter und Kunden. Das heißt vor allem, dass der Anbieter versucht, so viel wie möglich von den Kunden zu lernen. So kann er ihnen im Gegenzug die beste Nutzererfahrung bieten.

 

VR & Storytelling?

Daniel Guthor (Aspekteins) diskutierte mit Ioulia Isserlies (anotherworld GmbH) und Adina Popescu (SNOWBLACK VR) über das Storytelling in VR (Virtual Reality). Da VR ein neues Medium ist, gibt es noch keine Vorschriften und Regeln wie bei etablierten Medien. Es kristallisiert sich jedoch heraus, dass der Spiele-Ansatz deutlich besser funktioniert, als einfach Filme in VR zu transformieren. Dabei ist die Frage berechtigt, ob aus “Storytelling” dann nicht viel mehr “Story living” wird – der Nutzer also die Geschichte erlebt und beeinflussen kann.

Da müssen wir dann auch das richtige Maß aus Erleben und Trainieren für unser System finden.

The Journey to Holodeck: How Nvidia enables the VR/AR Ecosystem

Dominic Eskofier von Nvidia hielt einen beeindruckenden Vortrag darüber, was Nvidia zu der Entwicklung von VR/AR beigetragen hat und stellte dabei sowohl die Titan X vor, als auch das Entwicklungskit VRWorks. Letzteres ist vor allem spannend, weil es bei Licht und Ton erlaubt, physikalische Eigenschaften des Raumes und der darin enthaltenen Objekte zu berücksichtigen. Bis das in Echtzeit auf Handys oder standalone VR-Brillen möglich sein wird, vergehen aber sicher noch einige Jahre.

From Silicon Valley to Berlin – lessons from a repeat entrepreneur

Scott Chacon, der unter anderem GitHub gegründet hat, teile seine Erkenntnisse aus den verschiedenen Unternehmen, die er gegründet hat. Netter Weise konnte er das auf drei Hauptpunkte reduzieren:

  1. Jeder Unternehmer sollte sein eigenes Produkt benutzen. So sieht man direkt vor welchen Problemen die Kunden bei der Nutzung stehen und das Produkt oder der Service können entsprechend angepasst werden. Kritik richtete er vor allem an traditionelle Unternehmen wie Taxi-Dienste. Diese wären weniger stark von Uber und Lyft betroffen, wenn sie sich früher um die Probleme ihrer Kunden gekümmert hätten.
  2. Hör den Kunden zu. Im Einklang zu 1. sollte jedes Unternehmen sich an den Kunden orientieren, da sonst langfristig ein anderes Unternehmen sich die Probleme zu nutze macht und die Kunden abwirbt. Sein Spruch dazu “Für Unternehmen mit no-reply Emails gibt es einen besonderen Platz in der Hölle”.
  3. Erweitern statt ersetzen. Technologien erweitern im besten Fall das, was Menschen bereits heute tun. Maschinen und Menschen haben sehr unterschiedliche Fähigkeiten (z.B. Geschwindigkeit, Vorhersagbarkeit und Kapazität die einen und Empathie, Spontanität und Humor auf der anderen Seite) und können sich gut ergänzen, ohne dass die einen die anderen ersetzen. Seine Abwandlung des Zitates “Nenn mir einen Job und ich sag dir, wann er durch Maschinen ersetzt wird” lautete entsprechend auch “Nenn mir einen Job und ich sag dir, wann er durch Maschinen ergänzt wird”.

Abschluss der hub Berlin

Abends trafen wir noch zwei Orthopäden, die uns die Comuny GmbH vorstellten. Comuny ist eine Plattform, welche die Kommunikation im Gesundheitswesen revolutionieren will. Kern ist, Entwicklern wie uns die Datenschutz-konforme Übertragung und Speicherung von Patientendaten ermöglicht.

Insgesamt war es ein sehr spannender Tag auf der hub Berlin mit vielen Begegnungen und Eindrücken zum Aufarbeiten für die nächsten Wochen.

 

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