Spiegeltherapie

Spiegeltherapie

Bei der Spiegeltherapie entsteht durch einen Spiegel der Eindruck, die Bewegung des betroffenen Arms zu sehen. Dadurch baut das Gehirns Verbindungen auf und die Erholung wird unterstützt.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie Spiegeltherapie funktioniert und wo sie eingesetz werden kann.

Was ist Spiegeltherapie?

Nach einem Schlaganfall ist häufig ein Arm oder eine Körperhälfte gelähmt. Die Spiegeltherapie ist in solchen Fällen eine bewährte Behandlungsmethode.
Hierbei entsteht durch einen Spiegel der Eindruck, die Bewegung des betroffenen Arms zu sehen. Durch diese Illusion werden in den geschädigten Bereichen des Gehirns neue Verbindungen aufgebaut und die Erholung des gelähmten Arms unterstützt.

In der Schmerztherapie erzeugt der Spiegel die Illusion, den Arm schmerzfrei bewegen zu können.

Wie funktioniert Spiegeltherapie?

Matthias Weinberger zeigt in folgendem Video, wie die Therapie im Detail funktioniert:

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Wann kann diese Therapie eingesetzt werden?

Einsatzbereiche der Spiegeltherapie sind Hemiparesen (halbseitige Einschränkung der Beweglichkeit) oder Hemiplegien (halbseitige Lähmung). Diese können durch einen Schlaganfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma verursacht werden.

Weitere Anwendungsbereiche sind die Behandlung von Phantomschmerzen (nach einer Amputation), CRPS (chronisches, regionales Schmerzsyndrom) und chirurgische Eingriffe an der Hand.

Einschränkungen der Spiegeltherapie

Die möglichen Bewegungen sind durch die Verwendung eines feststehenden Spiegels begrenzt. Sobald das Spiegelbild des gesunden Arms nicht mehr vollständig zu sehen ist, kann die Illusion zusammenbrechen.

Nebenwirkungen

Da mit dem gesunden Arm trainiert wird, hat die Spiegeltherapie keine direkten negativen Auswirkungen. Jedoch kann die starke Konzentration auf das Spiegelbild körperliche Reaktionen wie Schwitzen oder Schwindel hervorrufen. In diesem Fall muss die Therapie unterbrochen werden.

Was macht Rehago?

Rehago überträgt die Methoden der Spiegeltherapie in eine virtuelle Realität (VR). Hierfür muss sich der Patient nur eine VR-Brille aufsetzen. In dieser virtuellen Realität sieht der Patient wie sich sein gelähmter Arm bewegt. Diese sichtbaren Bewegungen erfolgen wie bei der herkömmlichen Spiegeltherapie über die Bewegung des gesunden Arms.

Ziel ist auch hier die Reaktivierung der geschädigten Bereiche im Gehirn.

Welche Vorteile hat dieser Ansatz?

Die Übertragung in eine virtuelle Realität bietet neue Übungsmöglichkeiten, da sie nicht mehr auf Bewegungen im Bereich des Spiegels beschränkt ist. Es ist möglich, die Therapie mit verschiedenen Spielen zu verbinden (Stichwort Gamification). So haben die Patienten mehr Spaß an den Übungen und empfinden sie als weniger anstrengend. Dies führt zu längerem und häufigerem Training.

Das System erkennt automatisch die richtigen Bewegungen und gibt entsprechende Rückmeldungen. Die interaktive Anleitung ermöglicht es jedem Patienten, selbstständig und bequem zu Hause zu trainieren.

Funktioniert dieser Ansatz?

Für das Jahr 2018 sind Studien und Tests in Zusammenarbeit mit mehreren Kliniken geplant.

Bisherige Studien belegen positive Ergebnisse der Spiegeltherapie. Zudem wurde der erfolgreiche Einsatz von VR-Spielen in der Therapie dokumentiert. (Mehr Informationen unter Studien )

Insgesamt gilt in diesem Kontext: Mehr Therapie führt zu besseren Erfolgen.