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Rehago | Pixabay | Grafik Schlaganfall

Die häufigsten Ursachen für Schlaganfälle

Der Begriff „Schlaganfall“ deutet darauf hin, dass die Symptome bei den Betroffenen oft „schlagartig“ einsetzen. Dabei gibt es eine Reihe an Risikofaktoren, die sich über Jahre anbahnen und irgendwann zu einem Schlaganfall führen können. In diesem Text erläutern wir die häufigsten Ursachen eines Schlafanfalls.

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Die Symptomatik eines Schlaganfalls setzt akut ein, die Ursachen hierfür entwickeln sich jedoch oftmals über Jahre.

Schlaganfall durch Gefäßverschluss

Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. Über 80 % aller Schlaganfälle sind ischämisch, das heißt, sie entstehen durch eine akute Mangeldurchblutung im Gehirn. Diese Durchblutungsstörungen können durch Thromben, also Blutgerinnsel entstehen, die im Gehirn eine Arterie verstopfen. Wenn das Hirnareal um die Arterie herum nicht mehr genügend Sauerstoff erhält, sterben die Gehirnzellen ab und es kommt zum akuten Bild eines Schlaganfalls.

Risikofaktoren für einen Thrombus im Gehirn sind Bluthochdruck und Vorhofflimmern am Herzen. Durch die unkoordinierten Kontraktionen des Herzens im Rahmen eines Vorhofflimmerns kann sich das Blut im linken Herzohr stauen, was die Entstehung der Blutgerinnsel begünstigt. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen und Übergewicht.

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Eine Blutung im Gehirn kann durch brüchige Gefäßwände entstehen.

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Schlaganfall durch Blutung

Knapp jeder fünfte Schlaganfall entsteht durch eine akute Blutung im Gehirn, die das gesunde Hirngewebe verdrängt und zu Symptomen führt. Der chronische Bluthochdruck ist auch hier ein häufiger Risikofaktor. Durch den ständigen Bluthochdruck werden die arteriellen Gefäßwände geschädigt, sodass diese leichter perforieren können.

Ein weiterer Risikofaktor stellt die Amyloidangiopathie dar. Bei dieser Erkrankung lagert sich das Peptid β-Amyloid in den Hirngefäßen ab. Dadurch werden diese Gefäße brüchig und das Schlaganfallsrisiko steigt. Angeborene Gefäßfehlbildungen und sekundäre Einblutungen zum Beispiel durch Tumoren im Gehirn stellen ebenfalls häufige Ursachen dar. Zudem ist das Risiko einer Hirnblutung bei Menschen erhöht, die blutverdünnende Medikamente erhalten.

Wie unterscheide ich zwischen einem Gerinnsel und einer Blutung im Gehirn?

Ein Schlaganfall kann zu verschiedensten neurologischen Defiziten führen. Dabei ist eine Unterscheidung zwischen einem Blutgerinnsel und einer Blutung als Ursache des Anfalls anhand der Symptome nicht möglich. Wichtig ist es, die betroffene Person schnellstmöglich in ein Krankenhaus bringen zu lassen, wo anhand bildgebender Verfahren (meistens Computertomografie) detektiert wird, ob es sich um eine Ischämie oder um eine Blutung handelt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden kann.

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