Das erste Jahr VRehality – ein Jahr nach Dubai100

2018 hat gerade begonnen und wir blicken zurück auf ein erfülltes Jahr nach Dubai100. Wir haben Tests in vier verschiedenen Altenheimen und an der Uni mit über 30 ProbandInnen durchgeführt und haben sogar zwei Patienten, die das System bereits täglich einsetzen. Johannes hat seine Bachelorarbeit “Ansätze zur Barrierefreiheit in Virtual Reality” abgegeben und für Mitte Februar sind die ersten ausführlichen Tests im Klinikumfeld geplant.

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Ein Jahr nach Dubai100

Wir wollen uns für den Rückblick auf die wichtigsten Meilensteine und Lektionen aus dem letzten Jahr konzentrieren:

Meilenstein 1: Dubai100

Zwillingstürme des World Trade Centers in Dubai

Der Accelerator Dubai100 hat uns durch die Mentoren und das ganze Setting in kurzer Zeit zu einem echten Startup gemacht. Wir kamen als vier Studenten mit Begeisterung für unser Projekt und wurden zu einem Team von Gründern, die ihre Idee fundiert nach Außen vertreten können. Bereits in der zweiten Woche bekamen wir dafür die Möglichkeit auf der Arab Health, der größten Medizinmesse für den mittleren Osten und Nordafrika.
Außerdem reduzierte sich die komplexe Idee eines Systems, das die Impulse im Gehirn des Patienten in räumliche Bewegungen in VR übersetzt in eine auf die Grundfunktion reduzierte Anwendung, die mit Standard VR-Hardware funktioniert. Mit dieser konnten wir dann direkt in den Kliniken testen und unsere Idee auf Messen vorstellen.

Meilenstein 2: Team

Anna, Philipp, Johannes und Sebastian vor dem RAK Hospital

Seit wir in Dubai waren hat sich unser Team immer wieder verändert. Im Sommer haben Anna und Sebastian sich entschieden eigene Wege zu gehen, da das Startup-Leben nicht so gut passte. Dafür ergänzen seit dem Spätsommer Anika und Melanie unser Team. Mit ihren Masterabschlüssen in Design sind sie inzwischen nicht nur federführend bei der Gestaltung des Trainingssystems, sondern auch in Organisation und Öffentlichkeitsarbeit integriert. Auch außerhalb des Kernteams ist unser Unterstützerkreis stark gewachsen. So arbeiten wir mit dem Entwicklerstudio VhiteRabbit zusammen, ein Masterstudent führt im Rahmen seiner Abschlussarbeit Tests mit unserem System durch und Mentoren und Freunde helfen uns, wo immer wir Hilfe benötigen.

Meilenstein 3: Social (Media)

Zum unserem großen Glück lernten wir Angelika Lattner kennen, die uns deutlich machte, wie wichtig eine gute Präsenz ist. Dabei steht der Kontakt zu Interessenten im Vordergrund, unabhängig davon, ob er online oder offline gepflegt wird. Gerade Twitter bietet in den Bereichen Virtual Reality, eHealth und Barrierefreiheit die Möglichkeit, einfach an Konferenzen und Diskussionen teilzunehmen, auch wenn wir als Neulinge nicht schon in bestehende Strukturen integriert sind. So konnten wir verschiedene Konferenzen wie die #Hub17,  #slush17 und #CES2018 nutzen, um auf unser Thema aufmerksam zu machen und Rückmeldungen interessanter Leute aus aller Welt zu bekommen.

Meilenstein 4: EXIST

Der EXIST Antrag entwickelte sich 2017 zu einem der dominanten Themen. Bereits in Dubai begonnen zog sich die Ausarbeitung der Details mit der Uni Tübingen bis in den Herbst und schließlich wurde der Antrag zurückgewiesen, da Studenten die während der Laufzeit ihren Abschluss machen als Empfänger offenbar nicht erwünscht sind. Glücklicherweise hatten wir inzwischen Anika und Melanie mit im Team, sodass beim zweiten Antrag drei im Team nicht mehr immatrikuliert waren. Zudem erwies sich die Hochschule Reutlingen als sehr hilfreich, da sie ein eigenes Programm für Existenzgründungen hat und der Antrag in kurzer Zeit den geänderten Umständen angepasst werden und Mitte Januar erneut abgeschickt werden konnte.

Barrierefreiheit

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit hat Johannes in vier verschiedenen Altenheimen insgesamt 15 ProbandInnen gefunden, die wenig Erfahrung mit Computern hatten und trotzdem bereit waren, an dem Test teilzunehmen. Dabei stellte sich heraus, dass die Bedienung mit dem Daydream-Controller doch für viele unintuitiv war. Deshalb arbeiten wir für weitere Tests an einem direkten Tracking der Arme.
Probanden, die gut mit dem System zurechtkamen, empfanden es als sinnvolle und unterhaltsame Ergänzung zu ihren täglichen Übungen. Durch die Tests wurde die Machbarkeit eines solchen Trainings gezeigt und zahlreiche weitere Aspekte mit Potenzial zur Optimierung herausgearbeitet. Diese sollen in ausführlichen Tests in der Rehaklinik Quellenhof untersucht werden. Außerdem nutzen jetzt zwei Patienten bereits das System in der täglichen Therapie.

Tests Quellenhof

Mitte Februar werden wir das überarbeitete System den Therapeuten der Rehaklinik Quellenhof zur Verfügung stellen. Im Verlauf der nächsten Monate soll dann untersucht werden, wie Patienten das System in ihren Trainingsablauf integrieren und ob es tatsächlich zu mehr Training führt. Durch die langfristigen Tests können wir außerdem die Nutzerführung im Spiel optimieren und das ganze System auf seine Benutzerfreundlichkeit prüfen.

Für die Zeit bis zum Beginn des EXIST wollen wir das System möglichst vielen Patienten zum Testen zur Verfügung stellen. Dafür können sich Interessierte bereits jetzt als Tester anmelden und dann im Verlauf der nächsten Wochen die Software erhalten. Mit dem EXIST sollen dann die Tests in Kliniken ausgeweitet und die ersten Pilot-Verkäufe vorbereitet werden. Bis zum Ende des Jahres planen wir eine GmbH zu gründen, um spätestens Anfang 2019 in den regulären Verkauf zu gehen.

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2018

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